GASTKOMMENTAR - Das Völkerrecht wird idealistisch überhöht – um es zu bewahren, sollte man sich von der Illusion seiner Unfehlbarkeit befreien

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Um das Völkerrecht ist ein Kulturkampf entbrannt, der sich auf mehreren Ebenen abspielt. Im Westen liefern sich progressive und konservative Kreise erbitterte Gefechte, doch dabei bleibt es nicht. Eine weitere Front verläuft zwischen den entwickelten Ländern des Nordens und dem globalen Süden. Und eine dritte trennt die freiheitliche von der autokratischen Welt. Der Verfasser des Gastkommentars argumentiert, dass das Völkerrecht idealistisch überhöht wird. Wer es auf Dauer bewahren wolle, müsse sich von der Illusion seiner Unfehlbarkeit befreien. Erst wer die Grenzen des Rechts nüchtern anerkennt, gibt ihm die Chance, dort zu wirken, wo es überhaupt greifen kann.

Um das Völkerrecht tobt ein Kulturkampf, nicht nur zwischen progressiven und konservativen Kreisen im Westen, sondern auch zwischen den entwickelten Ländern des Nordens und dem globalen Süden sowie zwischen der freiheitlichen und der autokratischen Welt.

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